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Wohnen im Kork

Seit mehr als 400 Jahren wird Kork, der aus der Rinde von Korkeichen gewonnen wird, vor allem als Material für Weinverschlüsse verwendet. Kork ist elastisch, dicht und darüber hinaus in geringem Maße luftdurchlässig. Somit eignet sich das vollständig natürliche Material nicht nur ideal für den Verschluss von Sekt- und Weinflaschen, sondern auch für die Herstellung von Bodenbelag, Geldbeuteln oder Schuhen.


Das portugiesische Startup Corkbrick hat nun ein modulares System aus Kork entwickelt. Ähnlich wie bei Legosteinen können verschiedene Stecksysteme ineinander verbaut und so Formen kreiert werden. Insgesamt sieben Bausteine gibt es, die alle vollständig aus recycelbarem Kork bestehen und in nahezu endlos vielen Konfigurationen zusammen gesetzt werden können. So können Zwischenwände, Betten oder Sitzgelegenheiten gesteckt werden - ohne dass dafür weiteres Material benötigt wird.  

Gemeinsam mit seiner Tochter, einer angehenden Architektin, entwickelte der Serienunternehmer Miguel Reynolds Brandao das Korksystem, während die beiden über ein flexibles und vor allem umweltfreundliches Raumkonzept nachdachten. Schnell fiel die Wahl auf Kork als Material. Werden für die Herstellung von Möbeln normalerweise Bäume gefällt, wird für die Herstellung von Kork lediglich die Rinde benötigt, die im Zyklus von rund zehn Jahren nachwächst. In der Regel haben Korkeichen eine Lebensdauer von etwa 250 Jahren, sodass jeder Baum etwa 25 mal für die Materialgewinnung genutzt werden kann. Da die Materialgewinnung nur aus dem Stamm erfolgt, wird den Bäumen kein ernstzunehmender Schaden zugefügt.

150.000 Euro sammelten Vater und Tochter für die Umsetzung der Idee. Via Crowdfounding wurden sie aus 29 Ländern unterstützt und konnten innerhalb kürzester Zeit das Kork-Stecksystem realisieren, sodass nun Kunden auf der ganzen Welt ihre Inneneinrichtung aus Kork zusammen stecken können.

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